Pferdezucht in Sachsen & Thüringen

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FN-Bundeshengstschauen für Sportponys und Robustponys

Auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin 2023

Warendorf/Berlin (fn-press). Nach zweijähriger coronabedingter Pause öffnet die Internationale Grüne Woche im Januar 2023 wieder ihre Tore. Vom 20. bis 29. Januar 2023 präsentieren 1.880 Aussteller aus 72 Ländern ihre Produkte aus den Bereichen Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Zu den größten Magneten der Grünen Woche Berlin zählt dabei die Tierhalle 25, die 2023 auch Schauplatz der FN-Bundeshengstschau Sportponys und der FN-Bundeshengstschau Robustponys sein wird.

Zur 6. FN-Bundeshengstschau Sportponys vom 20. bis 22. Januar 2023 werden rund 90 Hengste vier- bis zwölfjährige Hengste der Rassen Deutsches Reitpony, New Forest Pony, Connemara Pony und Welsh Pony der Sektionen A, B und C sowie Welsh Cob erwartet. Am 23. und 24. Januar ist dann die Bühne frei für rund 80 vier- bis zwölfjährige Hengste der Rassen Shetland Pony, Deutsches Part-Bred Shetland Pony, Deutsches Classic Pony, Dartmoor Pony, Dülmener, Fell Pony, Highland Pony und Mérens, die sich im Rahmen der FN-Bundeshengstschau Robustponys um die Titel der Bundessieger bewerben.

Um teilnehmen zu dürfen, müssen alle Ponyhengste im Hengstbuch I bei einem der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) angeschlossenen Zuchtverband eingetragen sein. Die Vorselektion der Hengste findet auf regionaler Ebene der Zuchtverbände statt. Bei den Wettbewerben in Berlin handelt es rassespezifische Schauwettbewerbe, bei denen das Exterieur sowie die Gangarten Schritt und Trab beurteilt werden. Bei den Sportponys kommen Sportwettbewerbe hinzu, bei denen die Hengste im Freispringen und unter dem Sattel bewertet werden. Ermittelt werden jeweils ein Bundessieger der zugelassenen Rassen sowie bei den Sportponys noch je ein spring-, ein dressur- und ein vielseitigkeitsbetonter Siegerhengst sowie ein Gesamtsieger der FN-Bundeshengstschau Sportponys.

Ausschreibung Sportponys

Ausschreibung Robustponys

 


 

FN-Bundesstutenschau Robustponys am 11. September in Bad Harzburg

Bad Harzburg (fn-press). Im Rahmen des Shetty-Festivals der Interessengemeinschaft der Shetlandponys (IG Shetland) in Bad Harzburg hat auch die FN-Bundesstutenschau der Robustponys stattgefunden. Neun Robustponystuten sowie zwei Familien wurden dabei mit dem Titel FN-Bundessiegertitel beziehungsweise FN-Bundesiegerfamilie ausgezeichnet. Insgesamt stellten sich über 160 Vertreterinnen der Rassen Shetland Pony, Deutsches Part-Bred Shetland Pony, Deutsches Classic Pony, Dartmoor Pony und Fell Pony dem Urteil der Bewertungskommission.

Die IG Shetland als Mitveranstalter der FN-Bundesstutenschau Robustponys richtet seit Jahren das Shetty-Festival in Bad Harzburg aus. In diesem Jahr wurde auf eine eigene IG-Bundesschau verzichtet, da die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) mit ihren Mitgliedszuchtverbänden die FN-Bundesstutenschau der Robustponys ausgerichtet hat. Zusammen mit der IG Shetland und dem Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover fand die rasseübergreifende FN-Bundesstutenschau der Robustponys in Bad Harzburg statt. „Die Rennbahn in Bad Harzburg und die Kombination mit dem Shetty-Festival der IG Shetland waren ideal für unsere Schau, da daraus Synergie-Effekte für alle Beteiligten gezogen werden konnten. Aus dem Grund gilt mein besonderer Dank der guten Zusammenarbeit der beteiligten Verbände und Organisationen“, sagte die Verantwortliche der FN-Bundeschau, Dr. Teresa Dohms-Warnecke. „Besonders habe ich mich darüber gefreut, dass es in Bad Harzburg auch wieder Familienwettbewerbe gab, zu der insgesamt sechs Stutenfamilien genannt wurden. Denn gerade dieser Wettbewerb zeigt besonders deutlich, dass gutes und richtiges Züchten ein Denken über Generationen bedeutet.“

Als Siegerin der Kleinsten und Jüngsten, der Shetland Ponys mit einem Stockmaß unter 87 Zentimeter und in der Klasse der drei- bis sechsjährigen Stuten, siegte Dayah von den Alleegärten, eine Tochter des Elmhorst Irish Coffee aus einer Mutter von Prince van de Wijzend. Sie wurde gezogen und ist in Besitz von Rainer und Susanne Kohl aus Brüel (Mecklenburg-Vorpommern). Bei den sieben und älteren Stuten gewann Schalenburgs Glücksfee von Xander van de Bekke aus der Schalenburgs Gladys von Schalenburgs Balou. Hans-Heinrich Ehlers aus Bokhorst (Schlweswig-Holstein/Hamburg) ist Züchter und Besitzer dieser FN-Bundessiegerstute.

In der Klasse der größeren Kolleginnen (drei- bis sechsjährigen Stuten) konnte sich Giersbergs Jacinta von Discovery af Jäboruder aus der Giersberg Jubilee von Zeoliet v.d. Zandhoeve aus der Zucht von Hinrich Hashagen aus Langwedel/Hannover durchsetzen. Die Konkurrenz der sieben und älteren Stuten besiegte Emmely of Baltic Sea von Partout van de Rijsdrecht aus einer Mark v.h. Vleer-Tochter. Gezogen wurde die Stute von Kirsten und Hans-Walter Kölling, in Besitz steht die Stute von Hans-Walter Kölling aus Hans-Walter aus Flensburg (Schleswig-Holstein/Hamburg).

Bei den Shetland Ponys waren auch drei Familien in dem Familienwettbewerb angetreten. Hier siegte die Familie der Staatprämienstute Primel von Nemo aus der Paola von Kronprinz van den Niederlanden, die mit ihren beiden Töchtern Pippi von Gigolo und Pia von Geron den Titel der FN-Bundessiegerfamilie Shetland Pony gewann. Züchter und Besitzer dieser drei Stuten ist Christoph Heinrich aus Zwickau (Sachsen-Thüringen).

FN-Bundessiegerin der Deutschen Part-Bred Shetland Ponys (unter 87 cm) ist Many Minis Jamila von Many Minis Da Capo au seiner Naro-N-Stute, die von der Zuchtgemeinschaft Shettyzucht Frechdachs aus Heringen (Zuchtverband für deutsche Pferde) ausgestellt wurde. Auch in dieser Rasse gab es zwei Wettbewerbe. Bei den Deutschen Part-Bred Shetland Ponys mit einem Stockmaß von 87 Zentimeter und größer siegte Prinzessin Paula von Pirat S - Picolino H. Simone Glück aus Flörsbachtal in Hessen präsentierte die Stute in Bad Harzburg.

Ebenfalls zum Schaulaufen in Bad Harzburg traten die Vertreterinnen der Rasse Deutsches Classic Pony an. Den Titel sicherte sich hier die Stute Britania von Clus (Vater: Grande; Vater der Mutter: Jo-Co's KC Coyne Connection). Züchter und Besitzer ist Ralf Grober aus Bad Gandersheim (Hannover).

Neben den Kleinen und Kleinsten präsentierten sich bei der FN-Bundesstutenschau auch die Dartmoor Ponys. Zur Bundessiegerin wurde VA Ruby II gekürt, eine Tochter von Rockwater Sunstar aus einer Mutter von Shilstone Rocks Frenzy. Familie von Aschwege aus Edewecht (Weser-Ems) stellte die Stute aus.

Und schließlich durfte sich auch Orchidee Hilsa van de Olde Maten über die schwarz-rot-goldene Schärpe freuen. Die Fell Pony-Stute von Josh van de Oldematen - Waverhead Monty II ist im Besitz von Dr. Julius Borchers aus dem Mansfelder Land (Brandenburg-Anhalt). Auch den Höhepunkt der Schau, den Familienwettbewerb der Robustponys, sicherte sich die Fell Pony-Stute Orchidee Hilsa van de Olde Maten mit ihren beiden Töchtern Orchidee's Lavendel JB von Rackwood Amos und Orchidee's Kindly JB von Rackwood Amos. Die beiden Töchter sind nicht nur im Besitz von Dr. Julius Borchers, sondern wurden auch von ihm gezogen.

Neben den Titeln der Bundessiegerin wurden insgesamt 30 FN-Bundesprämien an Stuten vergeben, sofern sie im Schauwettbewerb ihrer Rasse eine Note von 8,0 oder besser erzielten und gemäß Zuchtprogramm leistungsgeprüft waren. Drei- und vierjährige Stuten konnten eine Anwartschaft für die Vergabe der FN-Bundesprämie erhalten. Diese Stuten bekommen nachträglich die von der FN vergebene Bundesprämie, wenn sie bis spätestens fünfjährig leistungsgeprüft sind. Insgesamt sechs Stuten haben bei dieser FN-Bundesschau die erforderliche Note erhalten, so dass sie für die FN-Bundesprämie nur noch die Leistungsprüfung absolvieren müssen.

Alle Ergebnisse sind unter www.pferd-aktuell.de/pferdezucht/fn-bundesschauen zu finden.


Gelungene Premiere für Bundesweites Finale der Springponyhengste

Daddy Cool P und Skyscraper erste Champions

Wickrath (fn-press). Eine gelungene Premiere hat das Bundesweite Finale der gekörten Springponyhengste in Wickrath gefeiert. Sieben vier- und vier dreijährige Reitponyhengste stellten sich in einem Freispring-Wettbewerb dem Expertenurteil. „Es war natürlich schade, dass die Premiere ohne Zuschauer vor Ort stattfinden musste, aber die Resonanz der Teilnehmer war durchweg positiv. Alle haben es begrüßt, dass gezielt für die Springponys so ein bundesweiter Wettbewerb angeboten wurde. Bleibt zu hoffen, dass es im nächsten Jahr weitergeht“, sagt Dr. Teresa Dohms-Warnecke, stellvertretende Geschäftsführerin des Bereichs Zucht der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Bei den Vierjährigen machte der in Hannover gezogene Fuchshengst Skyscraper seinem Namen alle Ehre und überzeugte durch sein Springvermögen und seine Übersicht am Sprung. Lediglich noch etwas mehr Gelassenheit hätten sich die Richter, der ehemalige Bundestrainer der Ponyvielseitigkeitsreiter Fritz Lutter und Volker Hofmeister, Zuchtleiter und Geschäftsführer des Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover, gewünscht. Skyscraper, gezogen von der Familie Belz in Schwanewede, ist ein Sohn des klein gebliebenen Stakkato-Sohnes Szenario aus der Daisy Dee von Domingo – Picobello Star, die unter dem Sportnamen Dany Plus selbst knapp 150 Siege und Platzierungen in Springen bis Klasse M** sammelte. Mit einer Gesamtnote von 8,90, davon 9,5 für das Springvermögen und 8,3 für Verhalten und Manier, verließ der rund 1,46 Meter große Ponyhengst als Champion die Bahn.
Erster Vize-Champion der Vierjährigen wurde mit einer Gesamtnote von 8,50 der Dunkelfuchshengst Karat, gezogen von der Zuchtgemeinschaft Trüper aus Schwaförden. Auch er beeindruckte die Richter mit einem sehr guten Springvermögen (9,0), wenngleich er noch etwas mehr „über den Rücken“ hätten springen können (Manier: 8,0). Karats Vater ist der Prämienhengst Kachunga, Vize-Westfalen-Champion 2017. Mutter Valera v. Van Gogh brachte neben Karat den ebenfalls gekörten Classic Dream.
Den Bronzerang belegte der typvolle, in Weser-Ems gezogene Hankimobil WE aus der Zucht und im Besitz von Ralf-Günther Hanken aus Osteel, der sich allerdings am Anfang beim Freilaufen so auspowerte, so dass ihm am Ende etwas die Kraft ausging. Für das dennoch erkennbar sehr gute Springvermögen gab es von den Richtern die 8,5, etwas Abzüge machten sie bei Verhalten und Manier: 7,7. Dies bedeutete eine Gesamtnote von 8,10 für Hankimobil WE, dessen Oldenburger Mutter Marie (v. Lordanos – Sevillano xx) unter dem Sportnamen La Fermosa im Springen bis M** und auch bis A**-Vielseitigkeit erfolgreich war. Vater von Hankimobil WE ist der FN-Bundessiegerhengst, Landesund Bundeschampion The Braes My Mobility.
Sieger der dreijährigen Springponyhengste und mit einer Gesamtnote von 9,35 auch der Wertnotenbeste der Veranstaltung war der in Brandenburg gezogene Schimmelhengst Daddy Cool P aus der Zucht der Landwirtschaftsbetrieb Pfitzmann GbR im Löwenberger Land. Für das Springvermögen von Daddy Cool P, ein Sohn des Del Piero und der in Gelände- und Springpferdeprüfungen siegreichen Staatsprämienstute Maja P (v. Machno Carwyn), vergaben die Richter mit 9,7. Für Verhalten und Manier erhielt der Hengst eine 9,0. Besonders gefiel ihnen, dass sich der Schimmel in der Springreihe nicht nur auf den letzten Sprung fokussierte, sondern auch „darauf achtete, was unterwegs passiert“. Darüber hinaus lobten sie die drei gleichmäßig guten und taktsicheren Grundgangarten des Hengstes.
Ganz knapp verpasste der in Bestitz von Patricia Haase aus Großenstein gezogene Bellissimo de Luxe den Sprung aufs Siegertreppchen. Der Fuchshengst von Basall – Corrado II startete für den Pferdezuchtverband Sachsen Thüringen e.V. und landete mit einer Note von 8,05 auf Rang vier.

Ebenfalls deutlich über Neun - 9,25 - beendete der im Rheinland gezogene Mister Poppins SG von Monopoly SG und der Mary Poppins von Mentos die Prüfung und sicherte sich damit den Titel des Vize-Champions. Auch für den sportlich wirkenden Braunen aus der Zucht Gerd Schulte-Geldermann aus Kranenburg gab es die 9,7 für das Vermögen, eine 8,8 für Verhalten und Manier. Die Topergebnisse für die Dreijährigen wurden komplettiert durch eine Endnote von 8,95 für den fürs Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/Hamburg angetretenen Ghost von Goliath van der Groenweg aus der Zucht von Angelika Jahr aus Morsum. Ghost ist bereits der vierte gekörte Sohn der Monique von The Braes My Mobility, zu denen auch der Vater Del Piero des Siegers Daddy Cool P zählt. An dem Fuchshengst war den Richtern neben dem Springvermögen (9,2) auch Fundament und Temperament sowie das Verhalten zwischen den Sprüngen eine besondere Erwähnung wert. Für Verhalten und Manier gab es die 8,7.

„Diese Veranstaltung ist auf jeden Fall eine Wiederholung wert und ausbaufähig. Sie ist ein zusätzliches Forum, in dem sich die Springponyhengste unter sich messen und mit ihren speziellen Fähigkeiten glänzen können. Sicherlich war das Startefeld in diesem Jahr noch nicht so groß, aber dafür hatten wir ausreichend Zeit, uns jedes einzelne Pony in Ruhe anzuschauen. Besonders positiv aufgefallen ist das sehr gute Starterfeld bei den Dreijährigen. Generell kann man sich viele der hier gezeigten Ponys auch gut im Sport vorstellen. Und ich würde mich natürlich freuen, wenn wir mit dieser Veranstaltung den ein oder anderen Züchter für die Springponyzucht gewinnen könnten“, zog Fritz Lutter sein Fazit von der Premiere.
Und das sind die Ergebnisse des Bundesweiten Finales der Springponyhengste.

Die Ergebnisliste finden Sie hier.